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Provence im Oktober – eine Reise wert

Département Var, Lac de Ste Croix, Savoyen, Provence/Süd-Frankreich

Zugegeben, vor der langen Anfahrt in die südliche Provence (genauer gesagt ins Département Var) hat’s uns schon etwas gegraust, zumal es auf den ersten 200 Kilometern wie aus Eimern gießt. Aber die Belohnung kommt gleich hinter Genf an der französisch-schweizerischen Grenze. Der Himmel tut sich auf, die Luft wird milder und man meint schon das Meer riechen zu können. Ganz zu schweigen von der Schönheit der Savoyer Berge. Und schon juckt es in den Oberschenkeln – haben nicht unsere Rennräder (Black Beauty und Red Devil) schon leise gewiehert? Quatsch? Nein, die Vorfreude ist einfach zu groß. Die pains de chocolat am Rasthaus munden vorzüglich, dazu ein guter Café . Vive la France!

An unserem Urlaubsziel angekommen – Régusse in der Nähe des Lac de Ste Croix – kommen wir gar nicht mehr aus dem Staunen heraus. Es ist mindestens 10 Grad wärmer als zuhause und die Sonne strahlt an einem herbstklarblauen Himmel.

Also gleich rauf aufs Rad und eine Erkundungsrunde drehen, nachdem wir zuvor Nachbars Katze ausführlich begrüßt haben. Aups, das nächste Örtchen, ist kaum erreicht, als es uns schon nach einer „pression“ gelüstet. Nix wie abgesessen und einer drohenden Dehydrierung schon mal den Wind aus den Segeln genommen! Das ist eben Südfrankreich: alle Orte, so klein sie auch sein mögen, haben diese wunderschönen Plätze mit riesigen Platanen und sehr einladenden Cafés.

Aber wir wollen ja auch etwas von der Natur sehen. Wir rollen von Aups Richtung Gorges du Verdon. Lavendelduft liegt noch in der Luft, wie mag es wohl im Sommer vor der Ernte riechen? Es ist jetzt richtig heiß, und das im Oktober. Die Strassen sind größtenteils in gutem Zustand, aber der Belag saumäßig rau. Da sind wir wohl vom Schwarzwald etwas verwöhnt; dafür ist hier, zumindest auf den Nebenstraßen, so gut wie kein Autoverkehr.

Wir sind überwältigt von den Naturschönheiten. Die erste Ausfahrt war vielversprechend, die nächsten Tage sind nicht weniger spektakulär. Die Aussicht in Tourtour („village en ciel“, das „Dorf im Himmel“) ist schier atemberaubend, die vergleichsweise riesigen Dimensionen der Landschaft aufregend. Ein Abstecher ins Maurengebirge gibt uns eine Ahnung von den südfranzösischen Alpen. Durch die Straßenbeschaffenheit fährt man genauso „schnell“ runter wie hoch. Darunter leidet der Schnitt, aber das ist hier absolut zweitrangig. Nur auf der einen oder anderen Abfahrt wäre man mit einer breiteren Bereifung als 25mm besser bedient.Die Tage vergehen wie im Flug. Wir haben uns kaum an Wärme und Landschaft gewöhnt, schon ist eine Woche herum. Doch diese Woche hat sich gelohnt, wir kommen wieder.Wer mehr wissen möchte kann uns direkt ansprechen.

Provence im Oktober




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